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Angst vor Einkommensverlusten in den G7-Staaten

Die Corona-Pandemie hat Staaten weltweit dazu veranlasst, weitreichende finanzielle Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Arbeitnehmer sollen möglichst davor bewahrt werden, ihre Jobs zu verlieren. Ungeachtet dessen sind 70 Prozent der Bevölkerung in den G7-Staaten einer Umfrage zufolge der Ansicht, dass das Coronavirus Auswirkungen auf ihr Haushaltseinkommen habe oder haben werde. Die Spannbreite reicht demnach von 82 Prozent in Italien bis im Vergleich dazu nur 58 Prozent in Deutschland. Die Anteile in Kanada (76 Prozent), USA (74 Prozent), Großbritannien (70 Prozent), Frankreich (65 Prozent) und Japan (65 Prozent) lägen dazwischen. Drei von zehn Bürgern (29 Prozent) in den G7 berichteten davon, dass ihr persönliches Einkommen bereits jetzt durch die Krise beeinflusst werde. Vor allem in Italien (37 Prozent) und den USA (36 Prozent) sei dies der Fall.

Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Kantar in den G7-Staaten. Gleichzeitig seien im Schnitt jedoch drei von zehn Menschen in den G7 der Auffassung, dass das Coronavirus keine Auswirkungen auf ihre finanzielle Situation haben werde, hieß es. Am höchsten sei dieser Wert in Deutschland (46 Prozent), Japan (35 Prozent) und Frankreich (34 Prozent) im Vergleich zu den anderen G7-Staaten. „Die in Deutschland in Kraft gesetzten Maßnahmen zur Abfederung der Krise tragen erheblich dazu bei, dass sich für die Bevölkerung die ökonomischen Auswirkungen angesichts der lebensbedrohlichen Gefahren durch Corona doch stärker relativieren, als dies in den anderen G7-Staaten der Fall ist“, hieß es.

Zustimmung zur Reaktion der Regierung in Italien am höchsten

Die öffentliche Zustimmung zur Reaktion der Regierung sei in Italien am höchsten, also dem Land, in dem die Auswirkungen des Virus auf die öffentliche Gesundheit derzeit unter den G7-Staaten am stärksten sind. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der italienischen Bevölkerung stimmen den Angaben zufolge den staatlichen Maßnahmen der italienischen Regierung (sehr) zu. In Zeiten, in denen nationale Grenzen wieder an Bedeutung gewinnen und geschlossen würden, werde die Kooperation zwischen den Ländern weltweit im Vergleich zum Handeln der eigenen Regierung deutlich seltener als gut bezeichnet. In Kanada (71 Prozent), den USA (65 Prozent) und Großbritannien (62 Prozent) sei wie in Frankreich (54 Prozent) eine Mehrheit der Auffassung, dass die Zusammenarbeit (sehr) gut ist.

In Deutschland (45 Prozent), Italien und Japan (je 37 Prozent) sei dies nicht der Fall. Gerade in Italien ist es der Studie zufolge bedauerlich, dass sich eine breite Mehrheit der Bevölkerung international im Stich gelassen fühle. „Hier bedarf es dringend mehr Aktionen, wie das Ausfliegen von Patienten aus Italien in mehrere deutsche Bundesländer oder die länderübergreifende Hilfe von Baden-Württemberg in Kooperation mit Frankreich“, hieß es. (ud)

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