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BdB: Fragen und Antworten für Bankkunden zum Coronavirus

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) sieht angesichts der Coronavirus-Krise nicht die Gefahr, dass es bald zu Engpässen in der Bargeldversorgung kommt. „In Deutschland gibt es für die Bargeldversorgung rund 60.000 Geldautomaten. Dazu kommen die Kassen mit Mitarbeitern in Bankfilialen und rund 20.000 Auszahlungsmöglichkeiten an Kassenterminals im Handel sowie an Shell-Tankstellen. Es gibt also eine sehr gute Infrastruktur für die Bargeldversorgung“, erklärte BdB-Pressesprecherin Tanja Beller am Mittwoch in einem Blogbeitrag.

Die Ausbreitung des Coronavirus habe deutliche Auswirkungen auf das Wirtschafts­geschehen in Deutschland. Von dem weiteren Verlauf hänge es ab, wie stark letztlich auch Banken und ihre Dienstleister im Bereich der Bargeldlogistik erfasst werden und ob Arbeitsabläufe im gewohnten Umfang sichergestellt bleiben. „Im Rahmen ihres vorbereitenden Managements für den Notfall haben sich die Banken mit ihren Dienstleistern bereits entsprechend vorbereitet“, so Beller.

Übertragung über Geldscheine eher unwahrscheinlich

Sie erklärte weiter, bisher gehe man davon aus, dass eine Übertragung über Geldscheine eher unwahr­scheinlich sei. „Wir empfehlen den Kunden, im Umgang mit Bargeld, aber auch an SB-Terminals, Touch-Pads, Kassenterminals etc. die allgemeinen Hygiene-Maßnahmen zu beachten.“ Insbesondere kontaktlose Bezahlverfahren habe einen hygienischen Vorteil: Der Verbraucher müsse bei der kontaktlosen Zahlung lediglich seine Karte oder sein Mobiltelefon nah an das Akzeptanzterminal des Händlers heranführen, um eine Zahlung auszulösen. Bei Kleinbetragszahlungen – in der Regel bis 25 Euro, oft auch bis 50 Euro – könne zudem die Notwendigkeit der PIN-Eingabe an der Tastatur des Terminals entfallen.

Auch Bundesbankvorstand Johannes Beermann wies darauf hin, dass die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus über Bargeld äußerst gering ist. „Die Wahrscheinlichkeit, sich mittels Bargeld anzustecken, ist geringer als bei vielen anderen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens“, so Beermann in einem Pressegespräch in der Bundesbank. „Von Banknoten und Münzen geht kein besonderes Infektionsrisiko für den Bürger aus“. Die Euro-Banknoten seien so konzipiert, dass sie beim täglichen Gebrauch kaum verschmutzten.

Beller fügte hinzu, es bestehe zudem kein Grund zur Sorge, dass die Corona-Krise Spareinlagen auf dem Tagesgeld-, Festgeld- oder Girokonto gefährde, sagte Beller. Pro Einleger und Bank seien Einlagen bis 100.000 Euro in Deutschland durch die gesetzliche Einlagensicherung gesichert. „Darüber hinaus gehören viele Banken den freiwilligen Einlagensicherungssystemen von Banken und Sparkassen an, wodurch Einlagen noch einmal zusätzlich geschützt sind.“ (ud)

Weitere Artikel und Meldungen rund um die Themen Bankpolitik und Bankpraxis finden Sie auf der Webseite www.die-bank.de.

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