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Bundesregierung und Kreditversicherer: Gemeinsamer Schutzschirm für Lieferantenkredite

Angesichts der Coronavirus-Pandemie spannt die Bundesregierung gemeinsam mit den Kreditversicherern einen milliardenschweren Schutzschirm auf, um Lieferantenkredite deutscher Firmen zu sichern. Das teilte das Bundesfinanzministerium (BMF) am Donnerstag in Berlin mit. Der Bund übernehme für das Jahr 2020 eine Garantie für Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Mrd. Euro. Durch die damit verbundene Hebelwirkung werde die Absicherung eines Geschäftsvolumens in Höhe von rund 400 Mrd. Euro erreicht, hieß es. Die Kreditversicherer beteiligen sich demnach substanziell und überließen dem Bund 65 Prozent der Prämieneinnahmen im Jahr 2020. Zudem tragen sie den Angaben zufolge Verluste bis zu einer Höhe von 500 Mio. Euro selbst und übernähmen die Ausfallrisiken, die über die Garantie des Bundes hinausgingen.

Kreditversicherungen schützen laut BMF Lieferanten vor Zahlungsausfällen, wenn ein Abnehmer im In- oder Ausland die Rechnung nicht bezahlen könne oder wolle. Bundesfinanzminister Olaf Scholz erklärte: „Mit dem Schutzschirm sichern wir den Warenverkehr ab und sorgen so für einen reibungslosen Warenstrom, den wir gerade jetzt dringend brauchen.“ Kreditversicherer könnten mit Hilfe des Schutzschirms bestehende Deckungszusagen weiter aufrechterhalten und auch neue übernehmen – „trotz erheblich gestiegener Ausfallrisiken“, betonte Scholz.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fügte hinzu: „Für viele Unternehmen ist diese Krise bedrohlich, weil sie keine Aufträge mehr erhalten. Und wenn noch Aufträge da sind, ist ungewiss, ob der Kunde am Ende zahlen kann.“ Deshalb sorge man mit dem Schutzschirm dafür, „dass Kreditversicherer weiter für etwaige Zahlungsausfälle einstehen“ und trage dazu bei, „die Lieferketten in Deutschland und weltweit aufrechtzuerhalten“, so Altmaier. (ud)

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