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Corona-Krise: Jeder Dritte wünscht aktive Beratung durch eigene Bank

Die Deutschen fürchten sich vor den finanziellen Folgen der Corona-Krise. Für 38 Prozent bedeutet die Pandemie eine große persönliche finanzielle Unsicherheit. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervor. Konkret besteht demnach bei 44 Prozent der Befragten die große Sorge, dass sich die eigene finanzielle Lage aufgrund der aktuellen Situation verschlechtert. Hier seien Frauen (47 Prozent) deutlich besorgter als die Männer (40 Prozent). Zwei von fünf Deutschen (37 Prozent) werde zudem bewusst, dass sie sich stärker um ihre finanzielle Absicherung kümmern sollten, besonders die noch am Anfang ihrer finanziellen und beruflichen Zukunft stehenden Personen. So seien es bei den 18- bis 34-Jährigen knapp die Hälfte (47 Prozent), die Versäumnisse in ihrer finanziellen Absicherung feststellen würden.

Laut der Umfrage könnten Banken und Versicherungen diese Unsicherheit auf Seiten der Verbraucher auffangen, indem sie in diesen Krisenzeiten aktiver auf ihre Kunden zugehen und aktiv zu aktuellen Themen beraten würden. Das wünschen sich den Angaben zufolge 29 Prozent. Die Hälfte habe keinen Bedarf an solchen Angeboten. Vor allem unter den Befragten mit höherem Haushaltsnettoeinkommen sei das Bedürfnis nach Informationen und Unterstützung durch das Geldinstitut und die Versicherungen höher. Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.500 bis 3.000 Euro seien hier zu 38 Prozent besonders interessiert. Laut Befragung sind es im Vergleich außerdem die Vollzeit Erwerbstätigen, die ein höheres Interesse hätten (35 Prozent vs. 26 Prozent der nicht Erwerbstätigen).

Banken sollten Antworten zum Thema Geldanlagen parat haben, hieß es weiter. So mache sich ein Drittel (31 Prozent) der deutschen Verbraucher Sorgen um die eigenen Geldanlagen. 52 Prozent wiederum hätten keine Angst. Gleichzeitig plane immerhin knapp ein Viertel (23 Prozent) im Hinblick auf den aktuellen Kurssturz der Aktienmärkte zeitnah Investitionen, um von den günstigen Kursen zu profitieren. Hier könne die Hausbank als Berater zur Seite stehen und die Kaufbereitschaft ihrer Kunden von Aktien und Anleihen auch in ruhigeren Zeiten ankurbeln. (ud)

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