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Coronavirus: EZB ruft Banken zur Prüfung von Notfallplänen auf

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Großbanken in der Eurozone dazu aufgefordert, wegen der Ausbreitung des Coronavirus ihre Notfallpläne zu überprüfen. Die Geldhäuser sollten Maßnahmen ergreifen, um negative Folgen einer Ausweitung der Epidemie möglichst zu reduzieren, teilte Andrea Endria, Vorsitzender des einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus der EZB, in einem auf der Website der EZB veröffentlichten Brief mit. Die Institute sollten darüber hinaus eine geeignete Infektionskontrolle am Arbeitsplatz sicherstellen und dafür sorgen, dass die Angestellten zur Not auch von außerhalb ihre Tätigkeit verrichten könnten, hieß es.

Die EZB ist seit Herbst 2014 für die Überwachung der größten Geldhäuser in der Eurozone verantwortlich. Derzeit kontrolliert die Notenbank insgesamt 117 Institute. Medienberichten zufolge arbeiten die Banken bereits seit einigen Tagen an Plänen, um auch bei einer weiteren Ausbreitung des Erregers das tägliche Bankgeschäft aufrecht erhalten zu können. Demnach wurden Geschäftsreisen abgesagt, Hygienevorkehrungen verschärft und Teams aufgeteilt, damit ein Teil der Belegschaft auch bei einer weiteren Verschärfung der Lage weiterarbeiten kann.

Den Berichten zufolge ist etwa bei der Commerzbank ein Teil der Mitarbeiter in einen Ausweichstandort in der Nähe von Frankfurter am Main ausgewichen. Bei der Deutschen Bank arbeiten demnach Angestellte in China, Hongkong und Italien bereits seit längerer Zeit aufgeteilt von zu Hause aus und in Büros vor Ort. (ud)

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