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Coronavirus-Pandemie: Bundesbank rechnet nicht mit rascher Konjunkturerholung

Die Coronavirus-Pandemie setzt der deutschen Wirtschaft stark zu. Die Bundesbank hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass die Konjunktur in Deutschland rasch wieder anzieht. Substanzielle Restriktionen würden voraussichtlich bestehen bleiben müssen, bis eine medizinische Lösung, etwa ein Impfstoff, verfügbar sei, so die Notenbank in ihrem jüngsten Monatsbericht . „Eine rasche und starke wirtschaftliche Erholung erscheint aus diesem Grund aus gegenwärtiger Perspektive eher unwahrscheinlich“, heißt es.

Den Experten der Notenbank zufolge stürzten die ​Pandemie und die zu ihrer Eindämmung getroffenen Maßnahmen die deutsche Wirtschaft in eine schwere Rezession. Insbesondere in einigen konsumnahen Dienstleistungsbranchen führten sie demnach dazu, dass die Wirtschaftstätigkeit ab Mitte März weitgehend eingestellt worden sei. Auch in anderen Bereichen der Wirtschaft, wie etwa in der Kfz-​Industrie, sei es in der zweiten Märzhälfte zu erheblichen Produktionsrückgängen gekommen. „Demzufolge dürfte die gesamtwirtschaftliche Leistung bereits im ersten Vierteljahr 2020 breit angelegt und kräftig zurückgegangen sein“, so die Ökonomen. 

Zudem müsse man davon ausgehen, dass sich die wirtschaftlichen Einschränkungen im Frühjahrsquartal erheblich stärker niederschlagen werden. „Wie stark der Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Aktivität letztlich ausfällt, ist gegenwärtig kaum verlässlich absehbar. Die Schwere der Rezession hängt maßgeblich davon ab, wann und in welchem Ausmaß die zur Bekämpfung der Pandemie eingeführten Einschränkungen weiter gelockert und durch Instrumente ersetzt werden können, welche die Wirtschaft weniger belasten“, so die Experten. (ud)

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