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Kreditwirtschaft will Limit für kontaktlose Zahlung erhöhen

Käufe bis zu 50 Euro pro Transaktion möglich

Angesichts der Coronavirus-Pandemie rufen zahlreiche Geschäfte ihre Kunden derzeit dazu auf, Waren mit der Karte zu bezahlen. Beim kontaktlosen Bezahlen mit der Girocard gibt es bisher ein Limit in Höhe von 25 Euro. Bei allen darüber liegenden Beträgen müssen Verbraucher ihre Geheimzahl eingeben oder unterschreiben. Die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) plant nun, im girocard-System die Option der kontaktlosen Kartenzahlung am Point-of-Sale ohne Pin-Eingabe von 25 auf 50 Euro zu erhöhen. So könnten Kunden im Handel bei Einkäufen bis 50 Euro pro Transaktion auch mit ihrer girocard kontaktlos bezahlen, teilte die DK am Montag mit.

Gerade in der aktuellen Situation erleichtere dies zusätzlich den Bezahlvorgang an der Kasse für Handel sowie Kunden, hieß es. Weiterhin müssten Karteninhaber auf Basis gesetzlicher Vorgaben spätestens nach fünf Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von 150 Euro wieder die PIN eingeben. Mit der Erhöhung des Limits von heute 25 auf 50 Euro pro Transaktion erweitere die DK im girocard-System den Einsatz dieser hygienischen Bezahlmethode, hieß es.

DK: Stabilität der Systeme hat oberste Priorität

Der genaue Umsetzungsplan werde von allen Beteiligten erarbeitet, denn die Stabilität der Systeme habe dabei in der aktuellen Phase auch weiterhin oberste Priorität. In Deutschland gibt es nach Angaben der DK über 100 Mio. girocards – mehr als 75 Mio. davon sind demnach bereits kontaktlosfähig. Kunden, die komplett auf die PIN-Eingabe verzichten wollten, könnten die digitale girocard im Smartphone nutzen. Beim Bezahlen mit dem eigenen Smartphone gebe der Kunde jede Bezahlung ab dem ersten Cent mit der gewohnten Entsperrfunktion seines Smartphones, zum Beispiel Fingerabdruck, an der Kasse frei.

Wie diese moderne Bezahllösung im Detail funktioniere, erfahren Kunden laut der DK auf girocard.eu oder auf der Internetseite der eigenen Bank oder Sparkasse. (ud)

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