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Shutdown infolge der Corona-Pandemie: Kontaktloszahlungen steigen auf Rekordhoch

In Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH-Region) nimmt das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarte deutlich zu. „Während der Anteil kontaktloser Kreditkartenzahlungen vor der Schließung zahlreicher Ladengeschäfte aufgrund der Corona-Pandemie im Branchendurchschnitt noch bei rund 54 Prozent lag, stieg dieser Wert nach dem Shutdown auf einen Rekordstand von 68 Prozent. Damit erreichen wir in der DACH-Region Niveaus, wie wir sie bislang vor allem aus den nordischen Ländern kennen“, erklärte Robert Hoffmann, CEO des Zahlungsdienstleisters Concardis. „Beim Bäcker, in Baumärkten, aber auch im Lebensmittelhandel wird sehr häufig kontaktlos bezahlt, wenn die Kreditkarte eingesetzt wird.“ Zu diesem Ergebnis kommt die Firma durch die Auswertung bargeldloser Transaktionsdaten im Zeitraum sechs Wochen vor und sechs Wochen nach dem Shutdown am 16. März 2020 in den drei betroffenen Ländern.

Bargeldloses Bezahlen am Point of Sale habe sich im Handel und bei den Verbrauchern in den vergangenen Monaten zunehmend durchgesetzt. Besonders beliebt seien dabei weiterhin die Kontaktloszahlungen per Karte oder Smartphone. So waren kontaktlose Kreditkartenzahlungen den Angaben zufolge bereits vor den staatlich angeordneten Schließungen zahlreicher Ladengeschäfte auf hohem Niveau, bevor die Akzeptanz innerhalb weniger Tage und Wochen erneut sprunghaft angestiegen sei. Wer etwa in Bäckereien mit Kreditkarte zahle, mache das heute fast immer kontaktlos, hieß es weiter. Der Anteil der Kontaktloszahlungen sei hier nach dem Shutdown um rund 7 Prozent auf 91 Prozent gestiegen.

Bemerkenswert sei, dass die kontaktlosen Transaktionen um mehr als die Hälfte zugenommen hätten, wohingegen die Anzahl nicht kontaktloser Zahlungen um rund 20 Prozent zurückgegangen sei. Im Lebensmittelhandel wurden demnach vor dem Shutdown rund 70 Prozent der Kreditkartenzahlungen kontaktlos durchgeführt. In den sechs Wochen danach lag der Anteil demnach im Mittel bei knapp 75 Prozent. Die Anzahl an Kontaktloszahlungen mit Kreditkarte in Baumärkten habe sich bei einer Verdopplung des Umsatzes um mehr als 80 Prozent erhöht. Entsprechend sei der Anteil der kontaktlosen Transaktionen von 61 Prozent vor den Ladenschließungen auf danach rund 70 Prozent gestiegen, hieß es. (ud)

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