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BaFin benennt Themenschwerpunkte für 2021: Cyberrisiken rücken noch stärker in den Fokus

Die BaFin hat ihre thematischen Schwerpunkte für das Jahr 2021 vorgestellt. Der Umgang mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die beaufsichtigten Unternehmen und die Finanzmärkte werde auch in diesem Jahr die Aufsichtstätigkeit der BaFin prägen, teilte die Behörde mit. Durch die Pandemie rückten zudem IT- und Cyberrisiken als zweiter Schwerpunkt noch stärker in den Fokus des Aufsichtshandelns, da die digitalen Angebote von Finanzinstituten in einer Zeit eingeschränkten gesellschaftlichen Lebens noch mehr als vorher genutzt würden Zunehmend digitale Geschäftsmodelle mit entsprechend veränderten Zugangs- und Kommunikationskanälen für Kunden seien auch ein wichtiger Grund dafür, dass die BaFin ihren dritten übergreifenden aufsichtlichen Schwerpunkt im Bereich des kollektiven Verbraucherschutzes setze, hieß es.

„Themen aus dem Jahr 2020, die für 2021 nicht explizit als BaFin-weite Themen fortgeschrieben werden, werden von den einzelnen Geschäftsbereichen eigenständig weiterverfolgt“, erklärte die Finanzaufsicht. Die BaFin werde sich mit ihren Positionen zu allen Schwerpunktthemen auch „sehr intensiv in die Arbeiten der europäischen und internationalen Aufsichts- und Regulierungsgremien einbringen.“ Ihr Kernanliegen dabei: eine stärkere aufsichtliche Konvergenz. Die BaFin werde dabei auch die aufsichtlichen Prioritäten (Supervisory Priorities) der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) berücksichtigen.

Die genannten Schwerpunkte stehen den Angaben zufolge im Einklang mit den geplanten und bereits angelaufenen Maßnahmen zur Neuausrichtung der BaFin. Dies gelte insbesondere für die dabei verfolgten Ziele, eine Data Intelligence Unit zu schaffen, das digitale Know-how zu vergrößern und den kollektiven Anleger- und Verbraucherschutz zu stärken.

„Oberstes Ziel der BaFin ist es, die Funktionsfähigkeit, Stabilität und Integrität des deutschen Finanzplatzes zu sichern und die kollektiven Verbraucherinteressen zu schützen“, erklärte die Aufsicht. Die begonnene Neuausrichtung der Behörde solle dabei helfen, neue Verflechtungen und Risiken für die beaufsichtigten Institute und die Finanzstabilität frühzeitig zu erkennen und deren Auswirkungen auf die verschiedenen Sektoren einzuschätzen. Ziel sei es, „die verfügbaren Informationen zu den beaufsichtigten Instituten und den relevanten Märkten bereichsübergreifend zu nutzen und damit die Voraussetzung für ein rasches Aufsichtshandeln zu schaffen“, so das Fazit. (ud)


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