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Bankenverband und Bitkom: Schnelle Corona-Hilfe für Start-ups gefordert

Der Bankenverband und der Digitalverband Bitkom haben sich für eine schnelle Corona-Hilfe für Start-ups ausgesprochen. Die Verbände forderten eine sogenannte Venture Debt Initiative, die Start-ups schnell und effektiv hilft: Gezielte Anpassungen des ERP-Gründerkredit-Programmes und des KfW-Unternehmenskredits könnten die Liquidität der Unternehmen über die Geschäftsbanken bis zur nächsten Finanzierungsrunde sichern. Dabei würden 80 Prozent des Ausfallrisikos staatlich abgesichert, private Bestandsinvestoren der Start-ups hafteten für 20 Prozent, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung. Ergänzend könnte es den Banken erlaubt werden, das Eigenobligo bei KfW-besicherten Krediten durch Syndizierung am Markt zu platzieren; ein gesundes Interesse am Markt bestünde.

In der momentanen Corona-Krise litten viele Start-ups unter besonders schwierigen Finanzierungsbedingungen, hieß es weiter: Sie fielen aus dem Raster der KfW-Corona-Hilfen, etwa weil sie zwischen 2017 und 2019 keine Gewinne erzielt hätten. Vor allem kleinere Start-ups stünden derzeit vor dem Aus. Aber auch größere Start-ups mit mehreren, häufig nicht bei der KfW registrierten Investoren würden die Voraussetzungen für die Hilfen nicht kurzfristig erfüllen. 

„Das bereits von der Bundesregierung verabschiedete ‚Start-up-Schutzschild‘ ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings wird er viele der jungen Unternehmen nicht schnell genug erreichen“, erklärte Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder fügte hinzu: „Wir brauchen jetzt umgehend Hilfen, um Start-ups pragmatisch und schnell zu unterstützen, bevor es zu spät ist. Damit sichern wir Zehntausende hochqualifizierte Arbeitsplätze ebenso wie unsere technologische Wettbewerbsfähigkeit nach Ende der Krise.“ (ud)

Lesen Sie hier das vollständige „Positionspapier des Bankenverbands und des Bitkom zu Venture Debt – Unterstützung für Startups in der Covid-19-Krise.“

Weitere Artikel und Meldungen rund um die Themen Bankpolitik und Bankpraxis finden Sie auf der Webseite www.die-bank.de.

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