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Corona-Krise kann auch Katalysator sein: Zahl der Start-ups blieb stabil

Der deutsche Markt für Start-ups zeigte sich im letzten Jahr stabil, das bedeutet natürlich auch, dass sich der Anstieg aus den früheren Jahren nicht fortgesetzt hat. Insgesamt lag die Zahl dieser Jungunternehmen 2019 wie bereits 2018 bei 70.000, wie die KfW in ihrem aktuellen Start-up-Report berichtet. Sie bewertet dabei junge Firmen, die maximal fünf Jahre alt sind, Markneuheiten anbieten oder Forschung und Entwicklung betreiben, um eine technologische Innovation zur Marktreife zu bringen. Gestiegen sei aber der Anteil der Start-ups, die Venture Capital suchen. Knapp jedes fünfte Start-up will laut KfW Research zur Finanzierung künftigen Wachstums VC-Partner einbeziehen, das sind doppelt so viele wie im Jahr zuvor. 

In Sachen Venture Capital stieg aber nicht nur die Nachfrage, sondern auch das Kapitalangebot. Die Zuschüsse institutioneller Investoren stiegen zwischen 2014 und 2019 um das 2,8-Fache auf nun 1,9 Mrd. Euro. Hinter den jungen Firmen stehen 127.000 Gründerinnen und Gründer, das entspricht einer durchschnittlichen Teamgröße von 1,8 pro Start-up. Der Anteil von Frauen beträgt 19 Prozent. 

„Die in den letzten Jahren gestiegene Zahl an Start-ups spiegelt die Reifung des Start-up-Ökosystems wider. Das ist eine sehr gute Entwicklung für den Innovationsstandort Deutschland“, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Noch nicht absehen lasse sich, wie sich die Corona-Krise auf die Szene auswirken wird. Viele Start-ups gingen im Frühsommer davon aus, dass sie aufgrund der Umsatzeinbrüche das Jahr nicht überstehen werden, und auch sicher geglaubte Finanzierungen platzten. Die Start-up-Hilfen von KfW und Bundesregierung seien deshalb wichtig gewesen, um das Start-up-Ökosystem zu stabilisieren, führte Köhler-Geib aus. Die Krise könne aber auch als Katalysator wirken, insbesondere für neue digitale Geschäftsmodelle. (kra)


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