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Corona-Krise: Zahl der Konsumentenkredite gesunken

Banken haben in der Corona-Krise weniger neue Konsumentenkredite vergeben. Das Kreditgeschäft der auf Finanzierungen spezialisierten Banken in Deutschland sei in der ersten Jahreshälfte 2020 zurückgegangen, teilte der Bankenfachverband am Mittwoch in Berlin mit. Mit 53,7 Mrd. Euro habe das Neugeschäft der Institute im ersten Halbjahr um 17 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums gelegen, hieß es. Die Kreditbanken hätten 7,3 Prozent weniger Kredite an Privatpersonen als im selben Zeitraum des Vorjahres vergeben. Finanziert worden seien Konsumgüter im Gesamtwert von 26 Mrd. Euro. „Die Coronavirus-Pandemie hat den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit der Unternehmen stark gebremst”, erklärte Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbands. Entsprechend hätten die Kreditbanken weniger Finanzierungsverträge abschließen können.

Innerhalb eines Jahres hätten die Kreditbanken unterdessen ihren Bestand an Forderungen gegenüber privaten und gewerblichen Kreditkunden um 3,5 Prozent auf 172,4 Mrd. Euro ausgebaut, hieß es weiter. Hierzu habe insbesondere die positive Entwicklung des Kreditgeschäfts in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres sowie Anfang 2020 beigetragen. Neben dem Kreditbestand sei auch das Kreditneugeschäft in einem wichtigen Vertriebskanal gewachsen – dem Internet. Um 13,9 Prozent hätten die Kreditbanken ihre Vergabe von Online-Konsumkrediten im ersten Halbjahr ausgeweitet. Sie vergaben demnach 6,2 Mrd. Euro per Internet, das entspreche fast jedem vierten Kreditvertrag. (ud)

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