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Die CoVid-19-Problemkreditwelle

Erstellt von Marinela Bilic-Nosic, Bernhard Napiontek, Manuel Schuff |

Banken sollten die Intensivstation vorbereiten

Ausgehend von einer Untersuchung des Frankfurter IBM Innovation Lab Banking and Financial Markets erarbeiten unsere Autoren Ansätze zur Vorbereitung und Handhabung der erwarteten CoVid19-Problemkreditwelle.

Die Corona-Krise hinterlässt erhebliche Spuren in Europa. Während sich die Volumina notleidender Kredite (NPL-Volumina) in den letzten fünf Jahren in Europa nahezu halbiert haben, erwarten viele Regierungen in den kommenden Monaten erhebliche Einbrüche der Wirtschaftsleistung und somit wieder einen deutlichen Anstieg der Insolvenzquoten. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (SMEs) und das Retail-Segment werden in Europa von der Insolvenzflut betroffen sein. Banken haben in den kommenden Monaten nunmehr Zeit, ihre „Intensive-Care-Einheiten“ auf die CoVid-19-Problemkreditwelle vorzubereiten. Dabei sollten Weiterentwicklungen der Rating- und Frühwarnsysteme und die Digitalisierung der Arbeitsabläufe im Fokus stehen.

Während allein für das zweite Quartal 2020 ein BIP-Rückgang von schätzungsweise 11 Prozent in Deutschland erwartet wird, rechnen Experten für das Gesamtjahr 2020 mit einem BIP-Rückgang von über 6,3 Prozent. Der Rückgang könnte somit das Niveau nach der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise von 2007 deutlich übersteigen und potenziell in der schwersten Rezession der Nachkriegszeit enden. Die Arbeitslosenzahlen sind als ein erster Indikator weltweit in den letzten Wochen rasant angestiegen. In Deutschland wird von mehr als zehn Millionen Beschäftigten in Kurzarbeit ausgegangen, um den kurzfristigen, durch die Pandemie verursachten Umsatz- und Ertragseinbrüchen der letzten Wochen begegnen zu können. Die Unsicherheit, wie lange der Corona-Ausnahmezustand noch anhalten wird, wirkt sich zudem überproportional auf SMEs und Verbraucher aus.

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Den vollständigen Beitrag lesen Sie auf www.die-bank.de.

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