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DK unterstützt European Payments Initiative

Banken treiben europäische Bezahllösung voran

Europas Banken haben es sich zum Ziel gesetzt, ein einheitliches Bezahlverfahren anzubieten. Am Donnerstag sprachen sich 16 führende europäische Banken und Bankenverbünde für die Beteiligung an der kommenden Projektphase der European Payments Initiative – kurz EPI – aus, teilte die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) mit. In dieser Phase soll demnach eine Interimsgesellschaft aufgebaut werden, die zum Ziel habe, in den nächsten Monaten die künftigen europäischen Bezahlverfahren zu definieren und den Aufbau der Zielgesellschaft für EPI vorzubereiten. „Die Deutsche Kreditwirtschaft, die sich bereits erfolgreich an der Schaffung eines europäischen Zahlungsverkehrsraums SEPA (Single Euro Payments Area) beteiligt hat, unterstützt das Vorhaben aktiv“, hieß es. Die Institute und Bankenverbünde sind: BBVA, BNP Paribas, Groupe BPCE, CaixaBank, Commerzbank, Crédit Agricole, Crédit Mutuel, Deutsche Bank, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, DZ BANK Group, ING, KBC Group, La Banque Postale, Banco Santander, Société Générale und UniCredit.

Bei Überlegungen zu einer europäischen Bezahllösung müssten die Kundeninteressen, ein spürbarer Mehrwert sowie ein hohes Sicherheitsniveau im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen, so die DK. In der Corona-Krise habe sich deutlich gezeigt, wie gut bargeldlose, kontaktlose und digitale Zahlungen funktionieren; diese Verfahren hätten bei den Bürgern an Beliebtheit enorm gewonnen. Das bestärke alle Akteure in der Weiterentwicklung des bargeldlosen digitalen Zahlungsverkehrs. „Beim europäischen Vorhaben EPI kommt es jetzt primär darauf an, dass sich den bisher fünf Teilnehmerländern sukzessive alle EU-Mitgliedstaaten anschließen, um gemeinschaftlich eine im Interesse der europäischen Nutzer liegende Lösung zu finden“, so die DK.

Mit der European Payment Initiative geht den Angaben zufolge auf bundesdeutscher Ebene das Projekt #DK (Digitale Kreditwirtschaft) einher. Ziel dieses Payment-Projekts sei es, Verbrauchern und Händlern sowohl im stationären Handel als auch im E-Commerce durch eine Bündelung der bestehenden Verfahren Vorteile in der Handhabung und eine höhere Wiedererkennbarkeit zu bieten. Die in #DK entwickelten Ansätze zahlen demnach voll auf die EPI-Zielsetzungen ein, denn die Zusammenführung der derzeit bestehenden nationalen Bezahlverfahren paydirekt, giropay und später auch kwitt und die girocard unter einer Marke bilde eine „gute Ausgangsbasis für die spätere Integration in EPI“, hieß es. (ud)

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