Skip to main content

Erste grüne Bundesanleihe: Deutsche Bank unterstützt Bund bei Vermarktung

Die Bundesrepublik bringt ihre erste grüne Bundesanleihe auf den Markt. Die Debüt-Emission solle im September als Zwillingsanleihe mit einem Mindestvolumen von 4 Mrd. Euro und einer Laufzeit von zehn Jahren erfolgen, kündigte Finanzstaatssekretär Jörg Kukies einem Medienbericht zufolge an. Mit grünen Bundeswertpapieren wolle die Bundesregierung Transparenz schaffen über die „grünen“ Haushaltsausgaben des Bundes und gleichzeitig den Sustainable-Finance-Standort in Deutschland stärken., teilten das Bundesministerium der Finanzen (BMF), das Bundesumweltministerium (BMU) sowie die Deutsche Finanzagentur mit. Perspektivisch werde der Bund als Benchmark-Emittent im Euroraum verschiedene Laufzeiten anbieten, eine grüne Renditekurve für Green Bonds aufbauen und so einen Mehrwert für den Sustainable Finance-Markt in Europa schaffen, hieß es.

Mit der Veröffentlichung des Rahmenwerks sei die Bundesrepublik über die Finanzagentur des Bundes nun formell in der Lage, grüne Bundeswertpapiere zu begeben und damit den Grundstein zu legen, um diese innerhalb kurzer Zeit als Zins-Referenzen für den grünen Euro-Finanzmarkt zu etablieren, teilte die Deutsche Bank mit. Deutschland ziele darauf ab, eine grüne Zinsstrukturkurve für den Euroraum zu schaffen, die der konventionellen Zinskurve entspreche. Marktteilnehmern mit unterschiedlichen Anlagehorizonten werde eine grüne, transparente Anlagemöglichkeit „mit erstklassiger Kreditqualität“ angeboten. „Dafür hat der Bund einen einzigartigen Emissionsansatz gewählt: Jedes neue grüne Bundeswertpapier wird in jedem Fall neben einem bestehenden, konventionellen Bundeswertpapier mit exakt den gleichen Merkmalen begeben – also mit gleicher Laufzeit und gleichem Kupon. Dadurch entstehen de facto Zwillings-Wertpapiere“, so das Institut.

Im Emissionsvolumen würden sie sich allerdings unterscheiden, hieß es weiter. Dabei werde das konventionelle Bundeswertpapier in einem Volumen platziert, das die Finanzagentur festlege, um die vom Markt erwartete Liquidität zu schaffen. Damit die grünen Zwillinge im Sekundärmarkt ähnlich gut handelbar seien, werde die Finanzagentur deren Liquidität durch ihre eigene Aktivität unterstützen. So wolle sie jederzeit sicherstellen, dass Investoren ihre grünen Zwillinge in gleicher Weise veräußern könnten wie ihre konventionellen. Die Sekundärmarktaktivität der Deutschen Finanzagentur ermöglicht es demnach den Mitgliedern der Bietergruppe, Bundesemissionen, täglich kombinierte Kauf- und Verkaufsgeschäfte oder einzelne Kauf- oder Verkaufstransaktionen direkt mit dem Emittenten durchzuführen.

„Die Deutsche Bank unterstützt den Bund als Koordinator bei der Vermarktung dieser bisher beispiellosen Transaktion. Die Bank sorgt dafür, dass Investoren sich umfassend informieren können, um die erfolgreiche Platzierung der ersten syndizierten grünen Bundesanleihe zu gewährleisten“, erklärte die Bank. (ud)

Weitere Artikel und Meldungen rund um die Themen Bankpolitik und Bankpraxis finden Sie auf der Webseite www.die-bank.de.

« Zurück zur Übersicht