Skip to main content

HSBC Deutschland: Erlöse um 21 Prozent gestiegen

Die HSBC Deutschland kann ungeachtet des schwierigen Marktumfelds in der Covid-19-Pandemie auf positive Geschäftszahlen verweisen. Vor allem dank eines florierenden Kapitalmarktgeschäfts seien die operativen Erlöse im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum um 20,6 Prozent auf 464,7 Mio. Euro geklettert, teilte das Kreditinstitut am Donnerstag in Düsseldorf mit. Trotz der höheren Risikovorsorge sei der Überschuss vor Steuern auf 98,6 Mio. gestiegen (Vergleichszeitraum des Vorjahres: 47,2 Mio. Euro). Zugleich ließ der historische Wirtschaftseinbruch die Risikovorsorge den Angaben zufolge um 128 Prozent auf 66,7 Mio. Euro steigen.

Trotz des starken ersten Halbjahres erwarte das Institut für das Gesamtjahr nur eine leichte Steigerung der operativen Erlöse gegenüber dem Vorjahr. Das resultiere aus dem Basiseffekt, denn das zweite Halbjahr 2019 sei deutlich erfolgreicher gewesen als das erste Halbjahr des vergangenen Jahres. Die positive Erlösentwicklung für das gesamte laufende Jahr werde durch eine Risikovorsorge deutlich oberhalb der ursprünglichen Planung überkompensiert werden. Daher erwarte die Bank für das Gesamtjahr ein Vorsteuerergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau, hieß es.

Im ersten Halbjahr habe sich insbesondere das Provisionsergebnis deutlich verbessert, so das Geldhaus. Es kletterte demnach auf 268,4 Mio. Euro (Vorjahr: 221,7 Mio. Euro). Maßgeblich zur Steigerung beigetragen hätten die Wertpapier- Dienstleistungssparte HSBC Securities Services, die die Zahl der abgewickelten Wertpapiertransaktionen auf 104 Mio. erhöht habe (Vorjahr: 31 Mio.), und der Bereich Capital Financing, der an die sehr guten Ergebnisse früherer Jahre angeknüpft und das Provisionsergebnis mehr als vervierfacht habe. 

„Wir haben unsere Kunden in dieser schwierigen Zeit nicht nur mit Liquidität versorgt, sondern sie auch vermehrt an die Kapitalmärkte begleitet und gegen heftige Schwankungen an den Märkten abgesichert“, erklärte Carola von Schmettow, Sprecherin des Vorstands von HSBC Deutschland. „Ein Ende der gesamtwirtschaftlichen Durststrecke ist leider noch nicht in Sicht. Wir werden auch im weiteren Jahresverlauf mit großer Unsicherheit leben müssen.“ (ud)

Weitere Artikel und Meldungen rund um die Themen Bankpolitik und Bankpraxis finden Sie auf der Webseite www.die-bank.de.

« Zurück zur Übersicht