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Studie: Zinsen steigen im Januar deutlich

Vor steigenden Kreditzinsen hat das Kreditvergleichsportal Smava gewarnt. Laut einer aktuellen Analyse des FinTechs steigt die Nachfrage nach Konsumentenkrediten im Januar um 35,3 Prozent im Vergleich zum Dezember des jeweiligen Vorjahres, wie aus Daten der Bundesbank der letzten zehn Jahren hervorgehe. Deshalb stiegen parallel auch die Zinsen für Verbraucher. „In den letzten 10 Jahren waren Kredite im Januar immer teurer als im Dezember des Vorjahres. Im Schnitt stiegen die Zinsen um einen halben Prozentpunkt beziehungsweise 8,1 Prozent“, erklärte Alexander Artopé, Geschäftsführer des Unternehmens. Das gelte jedoch nicht für jede Bank. 

Die Zinsen verschiedener Institute für ein und denselben Kredit wichen stark voneinander ab, hieß es. Bei einem Kredit über 15.000 Euro mit einer Laufzeit von 60 Monaten unterschieden sich die Zinsen derzeit im Schnitt um 3,1 Prozentpunkte oder 55,3 Prozent. Der Unterschied zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Zinssatz sei noch größer, wenn die persönliche Lage der Kreditnehmer berücksichtigt werde. Bei bester Kreditwürdigkeit liegen demnach im Schnitt 2,5 Prozentpunkte oder 50,2 Prozent zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot.

Um einen günstigen Kredit zu finden, müsse man als Kreditnehmer aktiv werden und vergleichen, so Artopé. „Die Bank sagt mir in der Regel nicht, wie günstig oder teuer ihre Zinsen im Vergleich zu denen anderer Banken sind. Das muss ich selbst herausfinden. Wenn ich dazu von Bank zu Bank gehe, muss ich aber jedes Mal aufs Neue alle persönlichen und finanziellen Daten offenlegen und die Angebote selbst vergleichen. Das ist aufwendig. Es ist daher verständlich, dass Kreditnehmer laut Schufa im Schnitt nur 3,3 Kredite vergleichen. Dadurch zahlen sie aber mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viel für ihre Kredite“, resümierte Artopé. (ud)



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