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Umfrage: Pandemie verstärkt Online-Suche nach Banken

Die Corona-Pandemie verstärkt unter Verbrauchern offenbar die Suche nach Banken im Internet. Laut einer aktuellen Umfrage hält mehr als ein Viertel der Befragten (29 Prozent) seit Beginn der Corona-Pandemie im Netz häufiger nach Banken, Bankfilialen oder Bankberatern Ausschau. Deutlicher falle das Ergebnis bei den 18- bis 29-Jährigen aus: Mehr als ein Drittel von ihnen (35 Prozent) gibt demnach an, nun öfter nach Banken zu suchen. Das geht aus einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts INNOFACT AG im Auftrag des US-amerikanischen Technologieunternehmens Yext hervor.

Alle Befragten, die seit Beginn der Krise häufiger die Online-Suche zu diesem Thema benutzten, wollen demzufolge vor allem Informationen zu konkreten Services und Dienstleistungen (46 Prozent), Öffnungszeiten (41 Prozent) und alternativen Bezahlmethoden (39 Prozent) in Erfahrung bringen, hieß es. Letztere würden vor allem von den 18- bis 29-Jährigen (51 Prozent) abgefragt. Diese Altersgruppe interessiere sich auch stärker als die älteren Befragten für Informationen zu Corona-Maßnahmen (43 Prozent), so die Umfrage.

Jüngere unzufrieden

Bei der Frage, wie zufrieden die Umfrageteilnehmer mit den Informationen ihrer Bank in der Corona-Krise seien, gab demnach jeder Fünfte (21 Prozent) an, unzufrieden zu sein. Vor allem die jüngeren Befragten zwischen 18 und 29 Jahren, die vergleichsweise häufig nach genau diesen Informationen suchten, zeigen sich den Angaben zufolge von den Digital-Angeboten ihrer Bank in der aktuellen Corona-Krise enttäuscht (26 Prozent).

Von diesen unzufriedenen Befragten erklärten wiederum 39 Prozent, dass sie nicht die richtige Antwort auf ihre Frage fänden, hieß es. Stärker falle diese Aussage bei den 18- bis 29-Jährigen ins Gewicht: Hier gäben 45 Prozent – also nahezu die Hälfte – an, dass ihre Fragen nicht richtig beantwortet würden. Wenn Kunden aber auf einer Website nicht direkt das fänden, wonach sie suchten, wählen sie der Befragung zufolge für ihre weitere Recherche meist eine externe Plattform – etwa eine Suchmaschine oder Vergleichsportale.

Unternehmen sollten vor diesem Hintergrund nicht nur allgemeine Informationen auf ihrer Website zur Verfügung stellen, sondern auch die Suchfunktionen der Website stärker in den Fokus rücken, so die Autoren. „Dabei sollten sie vor allem die Customer Journey im Auge behalten – heißt: wie bewegt sich der Konsument auf der eigenen Website, welche Informationen sind ihm wichtig und welche Fragen kann er stellen?“ Denn die Konsequenzen, die Konsumenten zögen, wenn bereitgestellte Informationen ihnen nicht genügten, seien eindeutig: 58 Prozent der Befragten gäben an, dass sie in diesem Fall die Bank wechseln würden. (ud)

Weitere Artikel und Meldungen rund um die Themen Bankpolitik und Bankpraxis finden Sie auf der Webseite www.die-bank.de.

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