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Umfrage: Trend zum kontaktlosen Bezahlen hält an

Die Corona-Krise hat weiter deutliche Auswirkungen auf das Bezahlverhalten der Deutschen. Auch fast drei Monate nach Beginn der ersten Abstandsregelungen setzt die Bevölkerung einer aktuellen Umfrage zufolge an der Kasse vermehrt auf Karte und Kontaktlos. Zurzeit erfolge fast die Hälfte aller Bezahlvorgänge per girocard. Seit Beginn der Pandemie steige die Nutzung der Bank- und Sparkassenkarte kontinuierlich an. Gemäß der Angabe der Befragten zur Bezahlung ihrer letzten zehn Einkäufe erhöhte sich demnach die Nutzung der girocard im Laufe der letzten sechs Wochen um 14 Prozent, von 4,2 auf 4,8 Einkäufe. Die Barzahlung werde weniger genutzt (von 4 auf 3,7 Einkäufe), so eine Befragung des Marktforschungsinstituts infas quo im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme e.V.

Wie es weiter hieß, nutze aktuell mehr als ein Drittel (36 Prozent) aller Befragten aktuell verstärkt die Kontaktlosfunktion der eigenen girocard. Bei den 16- bis 29-Jährigen steige dieser Wert kontinuierlich und liege aktuell sogar bei 43 Prozent. Ein Drittel der Befragten (34 Prozent) gibt der Umfrage zufolge heute außerdem an, auch in Zukunft die Kontaktlosfunktion häufiger nutzen zu wollen. 31 Prozent hätten bereits eine girocard im Smartphone installiert bzw. planten, dies zu tun. Dieser Trend sei schon vor Pandemiezeiten deutlich erkennbar. Die vergangenen Wochen sorgen den Autoren zufolge aber ohne Zweifel für einen erheblichen Schub. Es sei davon auszugehen, dass Kunden, die einmal kontaktlos bezahlt hätten, die Vorteile der schnellen Abläufe auch in Zukunft nicht mehr missen wollten.

Nachhaltiger Trend

„Die Vermutung, dass es sich bei der verstärkten Kartenzahlung um einen nachhaltigen Trend handelt, der lediglich durch die aktuelle Situation verstärkt wurde, bekräftigen auch die Angaben der Befragten zu ihrer Bezahlmotivation. Glücklicherweise sind die akuten Infektionszahlen in den vergangenen Wochen deutlich gesunken“, hieß es weiter. Die ursprüngliche Motivation vieler, aus Vorsicht zur Karte zu greifen, trete daher etwas in den Hintergrund. Hätten Ende April noch 67 Prozent angegeben, aus Rücksicht vor dem Kassenpersonal mit Karte zu zahlen, sei es nun noch etwas mehr als jeder Zweite (56 Prozent). Leicht an Bedeutung verloren hätten auch die Angaben „weil mich mein Händler darum bittet“ (von 44 auf 40 Prozent) und „weil ich es hygienischer finde“ (von 56 auf 53 Prozent).

Stand heute würden die Vorteile der Kartenzahlung häufiger genannt: Die Gründe „ich kann immer passend zahlen“ (27 Prozent) und „einfach, weil mir danach ist“ (14 Prozent), gewinnen demnach an Bedeutung (32 Prozent und 17 Prozent). Der Wandel hin zur Kartenzahlung und dem berührungslosen Bezahlen sei kontinuierlich – und dürfte demzufolge nach Aufhebung der umfangreichen Beschränkungen des täglichen Lebens weiter voranschreiten. (ud)

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