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US-Notenbank Federal Reserve: Deutsche Bank besteht US-Stresstest

Die Deutsche Bank hat beim Stresstest in den USA erfolgreich abgeschnitten. „Die Federal Reserve hatte weder quantitative noch qualitative Einwände gegen die Kapitalplanung der DBUSA,“ teilte das Frankfurter Geldhaus am Freitag mit. In ihren quantitativen Stresstests sei die US-Notenbank zu dem Schluss gekommen, dass selbst in einem sehr negativen wirtschaftlichen Szenario die harte Kernkapitalquote (CET1) der DBUSA über einen Planungshorizont von neun Quartalen hinweg nicht unter 18,4 Prozent fallen würde. Damit würde sie den aufsichtsbehördlichen Mindestwert von 4,5 Prozent erheblich übertreffen, hieß es. Zudem habe die Federal Reserve festgestellt, dass die Verschuldungsquote (Tier 1 Leverage Ratio) der DBUSA nicht unter 7,4 Prozent fallen und damit deutlich über dem Mindestwert von 4,0 Prozent liegen würde. Auch alle anderen Kapitalquoten übertrafen demnach die regulatorischen Mindestwerte. 

Bei der Deutschen Bank herrschte Medienberichten zufolge Erleichterung darüber, von den Aufsehern eine gute Bewertung erhalten zu haben. Das Stresstest-Ergebnis sei „ein wichtiger Schritt nach vorne", schrieben die US-Chefin Christiana Riley und der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing demnach in einem Memo an die Mitarbeiter. Das Institut war mit seinem US-Geschäft in den letzten Jahren wiederholt bei den Prüfungen der Fed durchgefallen.

Darüber hinaus hätten die US-Finanzaufseher angesichts der Corona-Krise den größten Geldhäusern im Land strikte Auflagen zur Schonung der Kapitalausstattung erteilt, hieß es weiter. Gewinnausschüttungen durch Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen seien deshalb mindestens bis Ende September tabu. (ud)

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