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Werbevolumen im deutschen Kartenmarkt: Das meiste Geld fließt in die Kreditkartenwerbung

Gut die Hälfte des medialen Kommunikationsvolumens im Kartenmarkt fließt in Deutschland in die Kreditkartenwerbung. Aufgeschlüsselt nach den beiden Hauptprodukten liege das Werbevolumen für Kreditkarten bei 76 Mio. Euro, die Spendings für Kundenkarten summieren sich demnach auf 56 Mio. Euro, so eine aktuelle Studie des Esslinger Marktforschungsunternehmens research tools. Insgesamt hätten Anbieter von Bank-, Kredit- und Kundenkarten in Deutschland von Juli 2021 bis Juni 2022 133 Mio. Euro für entsprechende Kommunikationsaktivitäten ausgegeben. Medial würden vorwiegend Kredit- und Kundenkarten beworben, Bank- und Prepaid-Kreditkarten hätten im Werbemarkt fast keine Relevanz, hieß es.

Die Anbieter von Kreditkarten platzieren der Studie zufolge ihre Produktwerbung primär im Medium Internet, so die Analyse weiter. Auf Internetbanner und YouTube-Werbevideos entfallen den Angaben zufolge dabei 56 Prozent des Kreditkarten-Werbevolumens, gut ein Drittel fließe in TV-Werbung. Bei der Werbung für Kundenkarten ergebe sich ein anderer Medienmix. Print- und TV-Werbung verzeichneten hier mit 39 beziehungsweise 38 Prozent ähnlich hohe Volumenanteile, Internetwerbung liege mit lediglich 13 Prozent auf Platz drei.

58 Prozent der Bundesbürger zahlten mindestens zwei bis drei Mal pro Woche kontaktlos mit Kredit- oder Debitkarten, so eine Studie von EVO Payments, die in 14 europäischen Ländern durchgeführt wurde. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal für den deutschen Markt im Vergleich zu anderen europäischen Ländern: 35 Prozent der Befragten gäben kontaktlose Zahlung als ihre bevorzugte Zahlungsmethode an (in anderen Ländern 63 Prozent). Die Gründe für die Wahl seien „einfache Handhabung", „Bequemlichkeit" und „Schnelligkeit/Zeitersparnis". Unentschieden seien die Deutschen hingegen bei der Nutzung von „Bargeld vs. bargeldlosen Zahlungsmitteln“: Fast die Hälfte bevorzuge bargeldlose Bezahlmethoden – die andere Hälfte zahle lieber mit Bargeld. In anderen Ländern sei der Anteil der Menschen, die bargeldlos bezahlen wollten, deutlich höher (56 Prozent). (ud)

Erfahren Sie hier mehr zur Studie „Werbemarktanalyse Karten 2022“.

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