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Zweites Quartal: Deutsche Bank schreibt schwarze Zahlen

Der Corona-Krise getrotzt: Die Deutsche Bank hat sich im zweiten Quartal knapp in der Gewinnzone gehalten. Ungeachtet hoher Belastungen durch drohende Kreditausfälle in der Wirtschaftskrise erzielte das Institut vor Steuern einen Gewinn in Höhe von 158 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte der Umbau des Unternehmens noch einen Verlust von mehr als 946 Mio. Euro verursacht. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft habe sich im zweiten Quartal auf 761 Mio. Euro belaufen und lag demnach im Rahmen der früheren Prognosen, teilte das Frankfurter Geldhaus am Mittwoch mit. Die Deutsche Bank erwarte für das Gesamtjahr weiterhin eine Risikovorsorge im Kreditgeschäft von 35 bis 45 Basispunkten des Kreditvolumens, hieß es weiter. Der Nachsteuergewinn betrug den Angaben zufolge 61 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal hatte die Bank laut eigenen Angaben infolge umbaubedingter Belastungen einen Nachsteuerverlust von 3,1 Mrd. Euro verzeichnet.

Vorstandschef Christian Sewing erklärte: „Wir haben in einem schwierigen Umfeld unsere Erträge gesteigert und unsere Kosten weiter gesenkt und sind auf einem guten Weg, alle unsere Ziele zu erreichen. Wir konnten die höhere Risikovorsorge mehr als ausgleichen und profitabel bleiben.“ Sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr 2020 sei die Bank profitabel gewesen – „und das trotz der Kosten für unseren Umbau und der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte.“ (ud)

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